Unterwasserarbeiten | Video/Foto | Suche und Bergung

Berichte von besonderen Einsätzen

  • Bootsbergung im Yachthafen

    Bergung eines Segelboots im Yachthafen unterstützt

    08/2017

    Hier gab es einen Grundgänger im Yachthafen. Glück im Unglück: Schnell bemerkt und von der Lage so, dass der Kran nahe genug platziert werden konnte. Die Unterwasserarbeiten außerhalb und innerhalb des Bootes sind schon fast Routine. Der Untergang konnte auf einen unverschlossenen Bypass für die Motorkühlung zurückgeführt werden.

  • Kanone vom Minenräumboot

    Kriegswrack nahe Schleimünde entdeckt

    07/2017

    Munitionsfunde sind in Schlei und Ostsee ja obligatorisch. Dieser Fund allerdings hat schon gewissen Seltenheitswert. Rein zufällig überfuhr ich das Wrack eines Schiffes während einer Tauchausfahrt und erfasste dessen unübersehbare Strukturen mit dem Sonargerät, das nebenbei immer den Grund abtastet. Mehrere Tauchgänge an dem Objekt ließen Rückschlüsse zu, dass es sich um einen deutschen Minenräumer der Reihe R130-R150 aus dem 2. Weltkrieg handelt, der in weniger als 10 Metern Tiefe nahe der Schleimündung seine letzten Ankerplatz gefunden hat. Die vollständige Bewaffnung mit Kanonen nebst zugehöriger Munition sowie Wasserbomben könnten ein Hinweis darauf sein, dass der Untergang noch vor dem Ende der Kampfhandlungen stattgefunden hat. Zurzeit ist der Kampfmittel-Räumdienst schwer damit beschäftigt, die brisante Ausstattung des Bootes zu beseitigen. Für Sporttaucher könnte dies in Zukunft ein neues, leicht zu erreichendes Ziel werden.

  • Am Steg vollgelaufen und gesunken

    Kutterbergung im Hafen von Maasholm unterstützt

    12/2016

    Nicht häufig, aber regelmäßig werde ich um Unterstützung bei der Bergung von versunkenen Booten gebeten. So auch hier: Im Hafen von Maasholm versagte die automatische Lenzeinrichtung eines ehemaligen Marinekutters und ein Wassereinbruch noch ungeklärter Ursache tat sein Übriges. Der rund 3 Tonnen schwere Kutter wurde mit Hebeballons dicht unter die Oberfläche in waagerechte Position gebracht. So konnte er von dem Kran eines Fischkutters angenommen und angehievt werden, dass ein Einsatz von Tauchpumpen möglich wurde und die Schwimmfähigkeit wiederhergestellt werden konnte.

  • Aufnahme einer identischen Wasserbombe aus dem 2. WK

    Wasserbombe im Schleswiger Stadthafen lokalisiert

    11/2016

    Ich wurde zu einem Routine-Such-und-Bergungseinsatz zum Schleswiger Stadthafen gerufen und staunte nicht schlecht, an welchem Objekt ich gerade mein Knie angestoßen hatte. Neben dem eigentlich gesuchten Gegenstand ruhte zur Hälfte schräg eingesandet eine unbeschädigte Wasserbombe aus dem 2. Weltkrieg in gerade mal 3m Tiefe und nur eine Armlänge von der frisch sanierten Pier entfernt. Ich hatte wegen der schlechten Sichtverhältnisse erst Mühe, das Objekt zu identifizieren und als der Verdacht eines Munitionsfundes sich erhärtete, hatte ich widerum Mühe, ein solches enormes Kampfmittel mit diesem Fundort plausibel in Verbindung zu bringen. 70 Jahre lang schlummert diese Bombe hier offen im flachen Wasser direkt unter den Schiffen und kein Taucher hat sie jemals zuvor wahrgenommen. Schon erstaunlich! Ich dokumentierte meinen Fund mit einer Videoaufnahme und machte Meldung an den Kampfmittelräumdienst. Das Video ist hier zu sehen.

  • Die Messboje blieb unbeschädigt

    Propeller von Messboje freigemacht

    04/2016

    Nichts ungewöhnliches eigentlich, wenn ein Schiff sich eine Leine in den Propeller zieht. Hier jedoch hing am anderen Ende der Leine noch ein wissenschaftliches Messgerät in Form einer Metallboje. Das Baggerschiff "sammelte" das Gerät samt Mooring bei einer nächtlichen Überfahrt ein und musste wieder flottgemacht werden. Das teure Gerät blieb glücklicherweise unbeschädigt.

  • Oben beschädigte deutsche Seemine Typ SMA oder EMF

    Alte Seemine und Wasserbombe entdeckt

    06/2015

    Nach Routine-Sonaruntersuchungen des Seegebietes vor Schleimünde konnten wir unmittelbar an den Resten eines Wracks eine Fernzündungsmine und eine Wasserbombe in ca. 14m Tiefe lokalisieren. Erst ein Tauchgang konnte allerdings Klarheit bringen, da die SMA bzw EMF-Seemine mit Aluminiumgefäß vermutlich bereits von einer vorangegangenen Explosion vor 70 Jahren stark beschädigt (und geflutet) wurde und die Wasserbombe erhebliche Korrosionsschäden zeigt. Hier arbeiten wir eng mit dem Kampfmittelräumdienst und dem Expertenkreis "Munition im Meer" zusammen. Die Mine wurde kurz darauf geräumt.

    Wann immer sich uns die Gelegenheit bietet, überprüfen wir durch Tauchgänge verdächtige Objekte, die zuvor durch Sonar lokalisiert wurden, um unsere Gewässer sicherer zu machen.

  • UW-Montage des geborgenen Propellers

    Strahlpropeller gesucht, gefunden und wieder angebaut

    03/2015

    Das Heckstrahlruder eines zur Überführung vorgesehenen Fahrgastschiffes zeigte keine Wirkung. Eine kurze Vorinspektion ergab das Ergebnis: Kein Propeller mehr da, also suchen und bergen bzw. gleich wieder anbauen. Gesagt, getan.

    Video-Kurzzusammenfassung des Einsatzes (YouTube)


    Dieser Einsatz nahm etwa 4 Stunden in Anspruch.

  • Zerbrochener Mast auf dem Grund

    Wieder einen Segelmast geborgen

    10/2014

    Wir wurden beauftragt, nach einer Havarie einer 28-Fuß-Segelyacht im Gebiet Stollergrund einen verlorengegangenen Segelmast aufzuspüren und für die Begutachtung durch Sachverständige zu bergen. Bereits nach 30 Minuten konnten wir bei nahezu perfekten Einsatzbedingungen den Mast etwa 180m von der gemeldeten Verlustposition lokalisieren und die Bergung vornehmen. Wir nahmen den bereits am Grund gut zusammengepackten Mast mitsamt Segel längsseits und schleppten ihn in den Hafen von Damp, wo er von den Sachverständigen direkt entgegengenommen wurde.

    Video-Kurzzusammenfassung der Bergung (YouTube)


    Dieser Einsatz nahm etwa 13 Stunden in Anspruch.

  • Bergung von Metallteilen

    Unterwasserhindernisse und Bootswrack geborgen

    07/2014

    Die Fischerei auf der Schlei hat seit jeher mit der Beschädigung ihres Fangmaterials durch Unterwasserhindernisse zu kämpfen. Wir wurden beauftragt, zunächst die "berüchtigsten" Objekte zu lokalisieren und zu bergen. Mit Sidescan-Sonar und den bewährten Unterwasser-Suchmethoden konnten wir bei Null-Sicht-Verhältnissen an einem Tag 5 Objekte lokalisieren und bergen. Darunter auch ein Motorboot samt Außenbordmotor.

    Dieser Einsatz nahm etwa 10 Stunden in Anspruch.

  • Mast wird abgeschleppt

    Segelmast von Katamaran geborgen

    11/2013

    Die stürmischen Herbstwinde haben einem Katamaran vor Olpenitz so sehr zugesetzt, dass ein Want brach und anschließend der ganze Mast mit voller Besegelung über Bord ging. Auch hier wurden wir beauftragt, den Mast aus 10 Meter Tiefe zu bergen. Mit drei Hebesäcken und nach 1 1/2 Stunden Tauchzeit gelang es, den Mast an die Oberfläche zu bringen und am Schlepper so zu sichern, dass ein sicheres verbringen in den Hafen von Olpenitz durchgeführt werden konnte. Bis auf die bei der Havarie entstandenen Schäden konnte der Mast unversehrt angelandet werden.

    Dieser Einsatz nahm etwa 5 Stunden in Anspruch.

  • Gekenterter Katamaran

    Wieder einen gekenterten Katamaran geborgen

    06/2013

    Nachdem sich ein etwa 10m großer Katamaran bei stürmischen Böen auf die Ostsee gewagt hat, endete die Fahrt zwar ohne Verletzte aber zumindest mit einem kieloben treibenden Boot. Auch hier bestand wieder das Problem, den Havaristen nicht in einen Hafen schleppen zu können, solange der etwa 11m lange Mast in die Tiefe ragt. Wir wurden beauftragt, die Segel und Kraftstofftanks zu bergen sowie den Mast unter Wasser zu demontieren und für die Bergung durch einen weiteren Katamaran vorzubereiten. Anschließend sollte das Boot in den Hafen von Olpenitz geschleppt werden, um es schon einmal vor Schlechtwetterlagen in Sicherheit zu bringen. Der Einsatz verlief absolut reibunglos, der Mast wurde demontiert und geborgen, das Wrack anschließend von uns nach Rücksprache mit der Polizei nach Olpenitz geschleppt. Und das alles ohne irgendetwas zu beschädigen (außer vielleicht ein paar Seile, die gekappt wurden).

    Dieser Einsatz nahm etwa 12 Stunden in Anspruch.

  • Akustiksonde Bergung

    Hydroakustische Boje gesucht und geborgen

    11/2012

    Eine Kieler Firma für Hydroakustik hat an verschiedenen Stellen in der Ostsee Messbojen installiert, die über mehrere Wochen akustische Daten aufzeichnen, die anschließend der Auswertung zugeführt werden sollen. Eine davon wurde in ca. 20m Wassertiefe installiert mit einer automatischen Auslösevorrichtung, die von der Oberfläche aus ausgelöst werden kann. Die befestigten Auftriebskörper haben allerdings im Laufe der Zeit an Auftrieb verloren, so dass die Boje nach Auslösung nicht wie vorgesehen selbstständig an die Oberfläche aufsteigen konnte. Wir wurden beauftragt, die Boje an ihrer Position aufzuspüren und zu bergen. Die Sichtverhältnisse waren inzwischen ziemlich schlecht geworden, dennoch gelang es uns nach kurzer Zeit, die Boje mit dem Handsonar zu lokalisieren und eine Bergeleine anzubringen.

    Die wertvollen Geräte mit den wichtigen Daten wurden noch am selben Abend den Eignern übergeben.

  • Taucher Bergung

    Vermisster Wracktaucher lokalisiert und geborgen

    09/2011

    Am 15.07.2011 erhielten das Kontroll- und Streifenboot BP 63 “Altmark” und das Einsatzschiff BP 23 “Bad Düben” der Bundespolizeiinspektion See Neustadt in Holstein eine Seenotmeldung von der Seenotleitstelle Bremen. Es wurde ein Wracktaucher im Seegebiet ca. 26 km östlich von Damp (Dänische Gewässer) vermisst. Beide Fahrzeuge liefen die Position an und suchten gemeinsam mit anderen Behördenfahrzeugen nach dem  44 Jährigen, der zeitlich überfällig war. Die Einsatzleitung bei der Suchaktion hatte der Rettungskreuzer “Berlin” (Laboe). Um 19:00 Uhr wurde die Suche durch die Seenotleitstelle Bremen ergebnislos eingestellt.

    Mehrere Tauchgruppen suchten in den folgenden Tagen weiterhin vergeblich nach dem Vermissten.

    Wir unternahmen daher einen eigeninitiierten Einsatz zu der Unglücksstelle und erstellten mit hochauflösendem Sidescan-Sonar eine Unterwasser-Landkarte von dem dort liegenden, alten Schiffswrack der "Sten-Trans" und der näheren, infragekommenden Umgebung. Die gewonnen Daten wurden in den folgenden Wochen zeitaufwändig ausgewertet und ergaben zwei vielversprechende Positionen in 20 Metern Wassertiefe in einiger Entfernung vom Wrack, die durch Taucheruntersuchungen noch verifiziert werden mussten. Von dem Taucher fehlte nach wie vor jede Spur.

    Am 03.09.2011 eröffnete sich ein kurzes Zeitfenster, das durch eine günstige Wetterlage einen weiteren Einsatz zur Überprüfung der ermittelten Positionen zuließ. Nach etwa 90 Minuten Tauchzeit konnten wir mit Hilfe eines handgeführten Taucher-Sonargerätes den Vermissten lokalisieren und die Bergung mittels Leine und Boje vorbereiten. Die bereits hereinbrechende Abenddämmerung und die durch die große Entfernung zur Küste bedingte schlechte Funkverbindung erforderte die Bergung des Verunglückten noch vor dem Eintreffen des bereits heraneilenden Bundespolizeibootes „Bad Düben“. Der Leichnam wurde von uns samt seiner kompletten Taucherausrüstung auf das Taucherboot gehoben und konnte etwas später der Bundespolizei noch auf offener See übergeben werden. Der gesamte Tauchgang wurde über eine Helmkamera auf Video dokumentiert und den Ermittlungsbehörden zur Verfügung gestellt.

    Der Verunglückte war uns nicht persönlich bekannt.

  • Katamaran Bergung

    Gekenterter Katamaran geborgen

    03/2010

    Ein Rennkatamaran kenterte auf der Ostsee auf Höhe Falshöft Leuchtturm während einer Überführungsfahrt zur Schlei. Die Küstenwache verankerte das havarierte Boot an einer zuvor gesetzten Gefahrentonne und blieb zur Beobachtung vor Ort. Wir wurden vom Eigner (der selbst kurz zuvor aus dem Wasser gerettet wurde) beauftragt, das Boot von seiner jetzigen Position in einen Hafen zu schleppen, da es in 24 Meter Wassertiefe zu sinken drohte.

    Wir unternahmen daher mehrere Tauchgänge, um den Mast vom Rumpf abzumontieren, da dieser die Verbringung in flachere Gewässer verhindert und es zu erheblichen Beschädigungen am Mast und Boot geführt hätte. Nach etwa 2 Stunden waren sämtliche Verankerungen des Mastes gelöst und er glitt aus dem Rumpf bis auf den Meeresgrund. Ein zuvor angebrachtes Seil mit Boje ermöglichte die anschließende, problemlose Bergung des Mastes.

    Da die Gefahr des Sinkens noch nicht gebannt war, unternahmen wir einen weiteren Tauchgang, um eine Tasche mit einer nicht unerheblichen Bargeldsumme, die für den Kauf des Bootes bestimmt war, aus dem Rumpf zu bergen. Der Zugang befand sich natürlich unter Wasser.

    Das Boot konnte nun in den alten Marinehafen von Olpenitz geschleppt und nach dem Wiederaufrichten auf eigenen Kufen in eine Werft verbracht werden.

Galerie

  • Diebstahlsicher geparkt
  • Bodenprobenentnahme
  • Tauchen in Biogasanlagen

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Die Seenotretter Feuerwehr Damp