Zinkplattenbergung die 2. am 15.04.05
[ Kieler Nachrichten, Ausgabe vom 16.05.05 (Word-Dokument) ]

Uns wurde die Ehre zuteil, an der Saisoneröffnung der Museumsbrücke des Kieler Schiffahrtsmuseums mitzuwirken.


An der "BUSSARD", einem alten Tonnenleger Anno 1905 hatte die maritime Künstlerin Birgit Rautenberg-Sturm (www.kystprik.de) Zinkplatten befestigt, die nach einer Weile Meerwasser-Bekannschaft-Machung als Rohmaterial für Kunstwerke dienen sollten. Ordnungsgemäß sind diese abgerissen und auf Tiefe gegangen.
[ Das Kennen wir doch irgendwoher? ]

Weil hier in diesen Wassern die Superdampfer rückwärts einparken, muss hier ein besonders hartgesottener ST ran - ST tobi!


ST krischan überzeugt sich noch mal von der ordnungsgemäßen Finklänge, die ihn als
Kanidaten für diese Höllenmission ausweist... Alles bestens, sogar noch Reserve mit!

Weil zur Eröffnung hohe geladene Landratten eingetroffen sind, haben wir unser beeindruckenstes Gerödel aufgestellt, inclusive Videoübertragung an Deck.

Was uns ST tobi inne Schlei zurecht kricht, klappt hier schon lange... Ab geht's!

Das sieht verdammt nach'm Pack Zinkplatten aus. Einpacken und gucken, ob
er die Zinkplatten auch noch findet ;-)

Das erste mal im langen Leben des alten ST-Tauchertelefons haucht eine zarte Stimme, die verdammt nach maritimer Künstlerin klingt, dem schwer arbeitenden ST tobi Hoffnung und Zuversicht in den Helm. Das Telefon hatte Schwierigkeiten, mit diesen Klängen umzugehen, da es bisher nur mit gnadenloser ST-Akustik umzugehen wusste.

ST tobi konnte dadurch seinen Einsatz durchhalten und brachte sämtliches verlorenes Gut wieder zurück an Deck.

Ein Haufen Landratten und eine maritime Künstlerin vor einem abgewrackten ST-Monitor, der die Pein des tapferen ST tobi aus der Dunkelheit in die entsetzten Gesichter übertrug...

Gold ist ein Scheißdreck gegen das, was ST tobi hier geborgen hat!

Der Schmerz der stundenlangen Arbeit in bitterer Kälte und Dunkelheit haben sein Antlitz schwer gezeichnet... aber es hat sich gelohnt.

Was macht man nicht alles für ein kleines bisschen PR... ääh... Unterstützung für begabte, maritime Künstlerinnen.

Nun muss sie den geladenen, hohen Landratten erklären, was es mit diesen Platten auf sich hat. Genausogut könnte man versuchen, Tote wieder zum Leben zu erwecken ;-)

Für uns war es noch wichtig, ein ultramaritimes Erinnerungsfoto von diesem schönen Tauchtag zu schießen, was uns hier wohl auch gelungen ist.

[ Leg mal ne andere Platte auf! ]